Informationen zum Künstler
Name: Attila Schwanz
Angefertigte Karten: 149 - Tyrannosaurus Rex
Verwendete Techniken: Acryl, Tusche, Kugelschreiber und synthetische Federn auf Papier
Paläokunst-Epoche: Zukunft
Historische Epoche: Massenaussterben/Oberkreide
Hattest du bereits vor „Release the creatures: Dinosaurs!“ eine Verbindung zu Dinosauriern?
„Ich liebe Dinosaurier schon immer abgöttisch! Zu Hause stapeln sich bei mir Zeitschriften, Bücher aller Art und Actionfiguren dieser wundervollen Geschöpfe. Wenn man mich fragt, welches mein Lieblingstier ist, antworte ich: „Der Weiße Hai ... aber wenn ausgestorbene Tiere mitzählen, gewinnt der T. rex“.
Ich bin mit Filmen wie Jurassic Park, In einem Land vor unserer Zeit, Vier Dinos in New York, der Serie Die Dinos usw. aufgewachsen ... Ganz zu schweigen von den legendären Dokumentarfilmen von Piero Angela und der BBC. Ich schaue und lese jedenfalls alles – ob gut oder schlecht –, was sich um prähistorische Giganten dreht.
Wenn ich nicht den beschissenen Fehler gemacht hätte, den Weg der Kunst einzuschlagen, wäre ich gern Paläontologe geworden.
Na ja, falls es noch nicht klar war: Ich mag diese verdammten Dinosaurier.“

Dies ist das erste Mal, dass du mit Tomodachi Press zusammenarbeitest. Wie kam der erste Kontakt zustande?
„Ganz unkompliziert: Dario Moccia hat mich kontaktiert und gefragt, ob ich Interesse hätte, an dem Projekt teilzunehmen. Als Erstes kritisierte ich ihn und sagte ihm, wenn ihm mein Schrott gefalle, den ich mache, beweise das, dass er keinen guten Geschmack habe, dann nahm ich das Angebot begeistert an. Ich gebe zu, dass ich niemals geglaubt hätte, dass mich jemand für ein solches Projekt anfragen würde. Ein Traum wird wahr.“
„Release the creatures: Dinosaurs!“ wurde unter der künstlerischen Leitung von Dario Moccia und der wissenschaftlichen Leitung von Willy Guasti realisiert. Wie inspirierend war diese doppelte Überarbeitung?
„Ich hatte verdammt viel Spaß! Ich weiß, dass die Zusammenarbeit mit mir anstrengend ist, weil ich ein ziemlicher sturer Nervsack bin, aber Dario hat mit viel Geduld und ebenso viel Hartnäckigkeit alles darangesetzt, mich zu einem Endprodukt zu führen, das meine Arbeit hervorhebt, ohne sie durch die Richtlinien des Projekts zu verfremden. Der arme Zoosparkle musste wegen der verschiedenen Korrekturen, die er mir gab, eine Menge Beleidigungen und Flüche einstecken (freundschaftlich gemeint!). Es fällt mir schwer, meine Arbeit zu beschreiben, aber mir ist bewusst, dass sie fast barock wirkt, weil sie so voller Striche, Farben, Details und rasender Wut ist, und oft verforme ich die Motive, um den expressionistischen Anteil des Werks zu verstärken. Jedenfalls war es mir eine echte Freude, mit zwei großartigen Profis zu arbeiten, die versucht haben, mich bis ans Limit zu bringen.“
Für dieses Set hast du die Karte des wohl ikonischsten Dinosauriers angefertigt – wahrscheinlich das Highlight, auf das alle Sammler warten. Als dir das Projekt übertragen wurde: Hast du eher den Druck der Erwartungen oder die Ehre gespürt, ihn zeichnen zu dürfen?
„Wie aus meiner vorherigen Antwort hervorgeht, ist der Tyrannosaurus Rex mein Lieblingsdinosaurier. Ich weiß, dass das banal ist, aber geht mir nicht auf die Nerven! Ich habe die Freude an der Selbstbefriedigung***** ausgerechnet durch die ikonische Szene in Jurassic Park entdeckt, in der der T. rex aus seinem Gehege ausbricht. Spaß beiseite: Als Dario mir mitteilte, an welchem Dinosaurier ich arbeiten würde, bin ich vor Freude durchgedreht. Ich konnte es nicht glauben!
Mir ist durchaus bewusst, dass er ein äußerst beliebter und ikonischer Dinosaurier ist, aber das hat mir keine Angst gemacht. Im Gegenteil: Ich empfand es als spannende Herausforderung, mein Bestes herauszuholen und diesem „schönen Biest“ die gebührende Ehre zu erweisen. Deshalb danke ich Moccia noch immer dafür, dass er mir die Ehre und die Verantwortung übertragen hat, an der Karte zu arbeiten, die, wie du gesagt hast, die meist erwartete und (hoffentlich) begehrteste des Sets ist.“

Kannst du mir ein paar Details zur Karte des Tyrannosaurus Rex erzählen und dazu, wie die Inspiration für dieses Kunstwerk entstanden ist?
„Das Ziel war, ihm Kraft, Größe zu verleihen und Schrecken auszulösen. Deshalb habe ich eine Unmenge an Entwürfen angefertigt, denn die Schwierigkeit bei der Arbeit mit einem so gigantischen Geschöpf besteht darin, das Motiv in der Komposition eines so kleinen Raums auszubalancieren. Am Ende entschied man sich für etwas Einfacheres, aber Effektives, und dafür, meinen Stil zur Charakterisierung des T. rex einzusetzen.
Ich mache nicht gern viele Entwürfe und Farbproben. Normalerweise fertige ich nur unverständliche Skizzen mit dem Kugelschreiber an, um die Komposition zu studieren – das ist das Schwierigste und Wichtigste –, und ansonsten lasse ich mich von den Winden des Chaos treiben und improvisiere am endgültigen Werk. Während der Arbeit ändere ich ständig meine Meinung, je nachdem, was ich fühle und wie sich das Werk entwickelt. Das birgt leider Risiken. Tatsächlich gibt es zwei Tyrannosaurier! Da ich den ersten spontan angefertigt, meine Absprachen mit Dario geändert und ihn Zoosparkle nicht zur notwendigen Korrektur gezeigt hatte, musste ich so vieles daran überarbeiten, dass ich mich schließlich entschied, einen komplett neuen anzufertigen. Das ist derjenige, der im Set enthalten ist.
Die Werkzeuge, mit denen ich hauptsächlich arbeite, sind Kugelschreiber und Molotow-Acrylmarker. Mit ihnen kann ich meinen nervösen Strich in Farbe und Linien verwandeln. Ich bin ein großer Collage-Liebhaber, denn manchmal sind Teile von etwas oder besondere Texturen wirkungsvoller als Farbe. Ursprünglich sollten neben den Federn auch die Zähne aus den Spitzen von Plastikmessern gefertigt werden. Leider ließ dieser Effekt das Geschöpf lächerlich wirken, also entschied ich mich in letzter Minute für eine digitale Collage mit echten T.-rex-Zähnen.“
Mir ist aufgefallen, dass du ein Fan von One Piece bist. Auch in der Welt von Eiichiro Oda wurden Dinosaurier eingeführt. Wenn du dir eine Zusammenarbeit One Piece x Dinosaurs vorstellen könntest: Welche Figur würdest du neu interpretieren?
„Nun, das Schönste an One Piece sind die Figuren. Sie sind unglaublich charakteristisch. Ich liebe die Bösewichte. An erster Stelle würde ich Blackbeard und Moria nennen, aber auch den Rest der Sieben Samurai der Meere, Arlong oder Kaido. Vielleicht liegt es daran, dass sie oft raue und grobe Züge haben oder sogar so monströs sind, dass sie mich sehr faszinieren. Tatsächlich habe ich viele Sammler, die bei mir Figuren aus One Piece oder Bösewichte und monströse Kreaturen aus der Welt der Comics und Animes in Auftrag geben. Vor Kurzem habe ich zum Beispiel im Rahmen eines Auftrags einen Greymon auf Shikishi angefertigt, der als Kreaturentyp dem Tyrannosaurus gar nicht so fernsteht. Momentan arbeite ich ebenfalls auf Shikishi an den fünf Gorosei in ihrer Dämonenform.“
Wenn du einen anderen Dinosaurier und eine paläokünstlerische Epoche für eine besondere Karte (wie die Timeshifted-Karten) auswählen könntest, wofür würdest du dich entscheiden?
„Aus dem Bauch heraus würde ich sofort den Carnotaurus nennen, der zu meinen Lieblingsdinosauriern gehört. Wenn ich aber darüber nachdenke, wäre ein Pflanzenfresser (ein Tier, das nicht meinem üblichen Stil entspricht), vielleicht in der Renaissance, eine unterhaltsame Wahl. So könnte ich meiner Vorliebe für Protz und Gewalt freien Lauf lassen.“
Gibt es noch eine letzte Botschaft oder einen Gedanken, den du den Sammlern und allen, die uns verfolgen, mitgeben möchtest?
„Dinosaurier + Kunst. Muss ich noch mehr sagen?!
Jedenfalls ist das in jeder Hinsicht ein gigantisches Projekt. So etwas hat man auf der ganzen Welt noch nie gesehen. Eine derart großartige Fülle an Künstler*innen (alle Italiener*innen) zu finden, die wissenschaftlich korrekte Dinosaurier malen und dabei sowohl von der Entwicklung der Paläokunst als auch der Sammelkarten geleitet werden, ist purer Wahnsinn und ein Wunder.
Ich hoffe, dass meine Arbeit dem Tyrannosaurus Rex Würde verliehen hat und vor allem, dass die Sammler es kaum erwarten können, ihn auszupacken. Und wenn er euch gefällt: schön, wenn nicht, freue ich mich!“
Die Favoriten von Attila Schwanz
- Layout: Postmodern
- Paläokunst-Epoche: Zukunft
- Historische Epoche: Kreidezeit
- Lieblingskarte des Sets: Gorgosaurus Libratus
- Künstler: Martoz, Zufo, Riccardo Vignoli und Arturo Lauria

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